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Minizinsen

Den Minizinsen zum Trotz sparen die Deutschen mehr als je zuvor. Ihr Hang zu vermeintlich sicheren Sparformen lässt die Realität außer Acht, denn in den letzten vier Jahren sind hier die Zinswerte um 80 Prozent gesunken.

Sparen für den Lebensabend

Für viele Deutsche sind die aktuellen Minizinsen ein echtes Problem, sie verfügen über Geld, welches für die Altersvorsorge langfristig investiert werden sollte. Da sie keine Strategie kennen, liegt das Vermögen der meisten auf Tages- oder Festgeldkonten, und generiert dort Zinsen unterhalb der Inflationsrate. Insgesamt sind so zwei Billionen Euro angelegt, denn die Sparer hofften bisher auf ein zeitnahes Ende der Niedrigzinsen. Der Optimismus erfuhr jedoch keine Bestätigung, sparen lohnt sich immer weniger. Zudem sind die Kapitalmärkte derzeit heftigen Turbulenzen ausgesetzt und die Europäische Zentralbank bemüht sich vergeblich um Schadensbegrenzung.

Die Minizinsen werden lange bleiben

Ob sich hierzulande japanische Zustände einstellen, liegt im Bereich der Spekulation und ist nicht Thema dieses Beitrags. Fakt ist jedoch, dass Tagesgeld im Jahr 2011 noch gut zwei Prozent abwarf, inzwischen sind wir bei Minizinsen von 0.4 Prozent angekommen. Sparen lohnt sich bei einer Teuerung von 0.2 Prozent eigentlich nicht mehr, denn der geringe Überschuss ist steuerpflichtig. Experten meinen, dass die niedrigen Zinsen langfristig bleiben werden, Sparer sollten daher nach Alternativen schauen.

Die Suche nach Auswegen

Gold ist seit dem dramatischen Wertverlust 2014 keine wirkliche Alternative mehr. Außerdem bestätigt die Börse gerade in den letzten Tagen die Ängste vieler Menschen mit Abneigung gegen Aktien. Allerdings lohnt sich ein langfristiges Investment in Aktien mehr als planloses Sparen, auch wenn der DAX und andere Indizes in letzter Zeit auf Talfahrt gingen. Absolute Sicherheit gibt es nirgendwo, an der Börse können Anleger jedoch drohenden Verlusten mit breiter Diversifikation, Disziplin und Geduld vorbeugen.

Wer das nicht möchte, muss beim Sparen langfristig mit Minizinsen leben. Dem schleichenden Wertverlust kann dabei nur mit kontinuierlicher Erhöhung der Sparrate begegnet werden, sonst bleibt die einstmals angestrebte Summe für den Lebensabend ein unerreichbares Ziel.